🔄 Aktualisiert: 16. September 2026 ✍️ Autor: Christian Hellrung

Das eigene rote Ferienhaus in Schweden, ein kleiner Garten drumherum, vielleicht ein See in der Nähe – und dann steht das Haus ausgerechnet in den schönsten Sommerwochen leer. Früher oder später stellen sich deshalb viele Besitzer eines Ferienhauses in Schweden die Frage: Warum eigentlich nicht vermieten?

Die Antwort fällt häufig positiv aus – vorausgesetzt, man geht das Thema gut vorbereitet und mit realistischen Erwartungen an. Denn zwischen der idyllischen Vorstellung „Dann vermieten wir das Haus einfach ein paar Wochen im Jahr“ und einer wirklich gut funktionierenden Ferienhausvermietung liegen einige organisatorische, steuerliche und ganz praktische Fragen.

Wer kümmert sich darum, wenn am Samstagabend plötzlich der Schlüssel nicht funktioniert? Wer kontrolliert nach der Abreise das Haus? Was passiert, wenn die Gäste den Kamin nicht verstehen, das Boot verschwunden ist oder mitten im Juli der Kühlschrank seinen Dienst quittiert?

Das soll dich keinesfalls von einer Vermietung abschrecken. Ganz im Gegenteil: Ein Ferienhaus in Schweden lässt sich sehr gut mit Eigennutzung und Vermietung verbinden. Man sollte sich nur vorher Gedanken darüber machen, wie das Ganze funktionieren soll.

Ferienhaus in Schweden vermieten
Ferienhaus in Schweden vermieten

In diesem Ratgeber zeigen wir dir möglichst verständlich, worauf du achten solltest, wenn du dein Ferienhaus in Schweden vermieten möchtest. Dabei geht es nicht nur um mögliche Einnahmen. Mindestens genauso wichtig sind Steuern, Versicherung, Preisgestaltung, Ausstattung, Reinigung und die Betreuung deiner Gäste.

Und natürlich die Frage, die am Anfang fast jeder stellt: Lohnt sich das überhaupt?

Lohnt sich die Vermietung eines Ferienhauses in Schweden?

In vielen Fällen lautet die Antwort: ja. Besonders interessant kann eine Vermietung sein, wenn du dein Ferienhaus ohnehin nur einige Wochen oder Monate im Jahr selbst nutzt.

Stell dir beispielsweise vor, dass du selbst im Mai für zwei Wochen nach Schweden fährst, noch einmal im September kommst und vielleicht Weihnachten dort verbringst. Warum sollte das Haus dann ausgerechnet im Juli sechs Wochen leer stehen?

Genau diese Wochen sind für Familien mit schulpflichtigen Kindern besonders interessant. Auch Ferienhäuser mit See-, Wald- oder Küstenlage sind gefragt – und dafür muss das Haus keineswegs luxuriös sein.

Ein kleines rotes Holzhaus mit einfacher Küche, gemütlichem Wohnzimmer, Grill vor der Tür und einem See zehn Minuten entfernt kann für Urlauber viel attraktiver sein als ein perfekt durchgestyltes Haus, das kaum noch etwas mit Schweden zu tun hat.

Viele Eigentümer entscheiden sich deshalb für ein Mischmodell aus Eigennutzung und Vermietung. Die eigenen Lieblingswochen werden zuerst im Kalender blockiert, die übrigen attraktiven Zeiten können anschließend vermietet werden.

Mit den Einnahmen lassen sich je nach Haus und Auslastung beispielsweise Kosten für:

  • Versicherung,
  • Strom und Heizung,
  • laufende Grundstückskosten,
  • Reparaturen und Instandhaltung,
  • Reinigung und Betreuung sowie
  • kleinere und größere Renovierungen

teilweise oder vollständig auffangen.

Wie viel tatsächlich möglich ist, hängt allerdings stark von Lage, Saison, Größe, Ausstattung, Zustand und Vermarktung des Hauses ab. Deshalb sollte eine Beispielrechnung immer nur eine Orientierung sein.

Beispielhafte Jahresrechnung Wert
Wochenpreis Hochsaison 9.000–13.000 SEK
Vermietete Wochen/Jahr 10–14
Mögliche Bruttoeinnahmen 90.000–180.000 SEK

Wichtig: Das sind Beispielwerte und keine Garantie für erzielbare Einnahmen. Ein Ferienhaus direkt am Meer in Bohuslän hat einen anderen Markt als eine abgelegene Stuga im Landesinneren – und ein Haus mit sechs Betten, Sauna und eigenem Steg lässt sich anders kalkulieren als eine einfache Hütte für zwei Personen.

Unsere persönliche Empfehlung: Schweden-Ferienhaus24. Hier findet ihr nicht nur tolle Ferienhäuser, sondern auch einen wirklich tollen Gästeservice. Gerade wenn man selbst nicht ständig in Schweden vor Ort sein kann, ist ein verlässlicher Ansprechpartner viel wert.

Entscheidend ist am Ende weniger der größtmögliche Luxus als ein stimmiges Gesamtpaket aus Lage, Ausstattung, Preis und ehrlicher Beschreibung. Gäste verzeihen Einfachheit – aber keine falschen Erwartungen.

Darf man sein Ferienhaus in Schweden vermieten?

Grundsätzlich kann ein Ferienhaus in Schweden vermietet werden. Trotzdem solltest du dir die konkrete Situation deines Hauses anschauen und nicht davon ausgehen, dass jede Form und jeder Umfang der Vermietung steuerlich und rechtlich identisch behandelt wird.

Eine gelegentliche Vermietung des eigenen Ferienhauses ist etwas anderes als eine umfangreiche Vermietung mehrerer Häuser mit zusätzlichen Dienstleistungen. Auch separate Gästehäuser, neu geschaffene Wohneinheiten oder bauliche Veränderungen können zusätzliche Fragen aufwerfen.

Wenn du unsicher bist, solltest du dich deshalb vor Beginn der Vermietung bei der zuständigen schwedischen Kommune und bei Skatteverket informieren.

Besonders wichtig: Die einfache Faustregel „Ferienhaus = immer private Vermietung“ greift zu kurz. Steuerliche Einordnung, Einkommensteuer und eine mögliche Umsatzsteuerpflicht müssen getrennt betrachtet werden.

Steuern bei der Ferienhausvermietung in Schweden – konkret

Spätestens bei diesem Thema lohnt es sich, nicht nach Gefühl zu rechnen. Mieteinnahmen können in Schweden steuerpflichtig sein, gleichzeitig gibt es bei der Vermietung einer Privatwohnung beziehungsweise eines privaten Hauses bestimmte Abzugsmöglichkeiten.

Für ein als Privatwohnung eingeordnetes småhus nennt die schwedische Steuerbehörde Skatteverket unter anderem:

  • 40.000 SEK pauschaler Abzug pro Jahr und
  • zusätzlich 20 % der gesamten Mieteinnahmen als Abzug.

Der danach verbleibende steuerpflichtige Überschuss wird im schwedischen System grundsätzlich als Kapitaleinkommen behandelt.

Vereinfachtes Beispiel:
Mieteinnahmen: 120.000 SEK

  • 40.000 SEK pauschaler Abzug
  • 24.000 SEK zusätzlicher Abzug (20 % von 120.000 SEK)

Es verbleiben in diesem vereinfachten Beispiel 56.000 SEK als steuerlich relevanter Überschuss. Bei einem Steuersatz von 30 % ergäbe sich daraus rechnerisch eine Steuer von rund 16.800 SEK.

Aber: Steuerfragen hängen immer von der individuellen Situation ab – beispielsweise davon, wem das Haus gehört, wo du steuerlich ansässig bist und in welcher Form beziehungsweise welchem Umfang du vermietest.

Für Eigentümer mit Wohnsitz in Deutschland kommt zusätzlich das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Schweden ins Spiel. Deshalb empfehlen wir insbesondere im ersten Vermietungsjahr, die persönliche Situation mit einem Steuerberater beziehungsweise mit den zuständigen Steuerbehörden abzuklären.

Bei kurzfristiger Vermietung auch die Umsatzsteuer prüfen

Ein Punkt, der bei einfachen Ratgebern schnell untergeht: Nicht jede Ferienhausvermietung ist umsatzsteuerlich automatisch gleich zu behandeln.

Wird ein möbliertes Ferienhaus wiederholt für kurzfristige Aufenthalte angeboten und ähnelt die Tätigkeit in ihrer Ausgestaltung einer Beherbergung, können in Schweden zusätzliche Umsatzsteuerregeln greifen. Skatteverket berücksichtigt dabei unter anderem die Art der Vermarktung und die angebotenen Leistungen.

Das ist beispielsweise relevant, wenn du regelmäßig zu Tages- oder Wochenpreisen vermietest und Leistungen rund um den Aufenthalt anbietest.

Unser Tipp: Gerade wenn du dein Haus intensiv vermieten möchtest, solltest du diesen Punkt direkt zu Beginn mit Skatteverket klären. Dann gibt es später keine unangenehme Überraschung.

Versicherung & Haftung – kein optionales Thema

Das Haus ist versichert – also ist alles erledigt? Nicht unbedingt.

Sobald regelmäßig fremde Gäste in deinem Ferienhaus wohnen, solltest du mit deiner Versicherung klären, ob die Vermietung tatsächlich vom bestehenden Schutz umfasst ist.

Typischerweise solltest du insbesondere folgende Bereiche prüfen:

  • Gebäudeversicherung und Schutz während der Vermietung,
  • Hausrat beziehungsweise Inventar,
  • Haftpflicht bei Personen- und Sachschäden,
  • Schäden durch Gäste,
  • Wasser-, Feuer- und Sturmschäden sowie
  • gegebenenfalls Versicherung von Boot, Sauna, Nebengebäuden oder anderen Extras.

Gerade bei einem Ferienhaus können Kleinigkeiten schnell größere Folgen haben. Ein Gast kennt beispielsweise den Holzofen nicht, vergisst beim Verlassen des Hauses ein Fenster oder bemerkt einen kleinen Wasserschaden erst spät.

Plattforminterne Absicherungen können zusätzlich hilfreich sein. Wir würden uns allerdings nicht ausschließlich darauf verlassen, sondern mit der eigenen Versicherung ausdrücklich klären, dass das Haus auch bei Ferienvermietung passend abgesichert ist.

Ausstattung: Erwartungen realistisch erfüllen

Gäste buchen Schweden meistens nicht, weil sie im Ferienhaus einen goldenen Wasserhahn erwarten. Sie möchten Natur, Ruhe, Seen, Wälder und dieses besondere Gefühl, morgens die Haustür zu öffnen und erst einmal Vögel statt Straßenverkehr zu hören.

Trotzdem sollte die Grundausstattung funktionieren.

Eine Küche muss nicht aussehen wie aus einem Designmagazin. Aber genügend Teller, Gläser, Besteck und Töpfe sollten vorhanden sein. Der Kühlschrank sollte zuverlässig funktionieren, die Dusche warm werden und die Betten sollten vernünftig sein.

Besonders positiv wahrgenommen werden je nach Haus:

  • Sauna oder Kamin,
  • Boot, Steg oder Seezugang,
  • Grill und Sitzplatz draußen,
  • WLAN – ja, auch mitten im Wald :-),
  • Waschmaschine bei längeren Aufenthalten,
  • Spülmaschine,
  • Fliegengitter im Sommer,
  • Platz für Kinder und Familien sowie
  • die Möglichkeit, einen Hund mitzubringen.

Oft sind es sogar die kleinen Dinge, die besonders gut ankommen: ein vernünftiger Grill, scharfe Küchenmesser, ein paar Gesellschaftsspiele für Regentage oder eine Karte, auf der der nächste Badeplatz eingezeichnet ist.

Wer selbst schon einmal in einem Ferienhaus stand und zehn Minuten lang den Korkenzieher gesucht hat, weiß ungefähr, was wir meinen.

Preise festlegen: realistisch statt optimistisch

Das eigene Ferienhaus hat für den Besitzer meistens einen hohen emotionalen Wert. Schließlich stecken darin Erinnerungen, Arbeit und wahrscheinlich auch so manches Wochenende mit Farbeimer, Werkzeugkasten und einem Besuch im nächsten Baumarkt.

Der Gast bezahlt allerdings nicht für unsere Erinnerungen. Er vergleicht Lage, Größe, Ausstattung und Preis mit anderen Häusern in derselben Region.

Deshalb ist ein Blick auf vergleichbare Ferienhäuser deutlich sinnvoller als die Preisfindung nach Bauchgefühl.

Saison Nachfrage Beispielhafter Wochenpreis
Sommer hoch 8.000–14.000 SEK
Frühjahr / Herbst mittel 5.000–8.000 SEK
Winter regional unterschiedlich 3.500–6.000 SEK

Auch diese Werte dienen nur als grobe Orientierung. In beliebten Küstenregionen oder bei besonders gut ausgestatteten Häusern können die Preise deutlich höher liegen. Ein Winterhaus in einem Skigebiet kann wiederum im Februar stärker gefragt sein als im Juli.

Schau dir deshalb Häuser an, die deinem wirklich ähnlich sind:

  • gleiche oder ähnliche Region,
  • vergleichbare Anzahl an Betten,
  • ähnliche Entfernung zum Wasser,
  • ähnlicher Standard und
  • vergleichbare Extras.

Zusatzkosten für Endreinigung, Bettwäsche, Handtücher, Strom oder Boot sollten von Anfang an klar kommuniziert werden. Nichts sorgt schneller für schlechte Stimmung als Kosten, die der Gast erst nach der Buchung entdeckt.

Plattformen zur Vermietung

Du kannst dein Ferienhaus natürlich selbst vermarkten. Für den Einstieg sind Buchungsplattformen und spezialisierte Ferienhausanbieter allerdings bequem, weil dort bereits Menschen unterwegs sind, die konkret nach einer Unterkunft suchen.

Zu den bekannten Möglichkeiten gehören beispielsweise:

  • international: Airbnb, Vrbo und Booking.com,
  • Schweden beziehungsweise Ferienhäuser: Stugknuten, NOVASOL, Interhome und weitere spezialisierte Anbieter.

Eine Plattform nimmt dir je nach Modell einiges an Arbeit ab, kostet dafür aber Gebühren beziehungsweise Provision. Direktbuchungen können langfristig interessant sein, verlangen allerdings mehr Eigenorganisation.

Eine Kombination kann deshalb sinnvoll sein: Reichweite über etablierte Plattformen aufbauen und gleichzeitig zufriedene Stammgäste gewinnen.

Gute Fotos und eine ehrliche Beschreibung

Dieser Punkt wird erstaunlich häufig unterschätzt. Dein Ferienhaus kann wunderschön sein – wenn die Bilder dunkel sind, das Wohnzimmer unaufgeräumt wirkt und auf dem Titelbild hauptsächlich die Mülltonnen vor dem Haus zu sehen sind, hilft das wenig.

Fotografiere das Haus möglichst bei gutem Tageslicht und zeige nicht nur die Innenräume. Gerade bei Schweden möchten Gäste wissen, wie das Grundstück aussieht und was sie draußen erwartet.

Zeige beispielsweise:

  • das Haus von außen,
  • Wohnzimmer und Küche,
  • alle Schlafzimmer,
  • Bad und gegebenenfalls Sauna,
  • Terrasse und Garten,
  • Grillplatz,
  • See, Steg oder Boot, wenn vorhanden,
  • die Zufahrt und
  • ein paar Eindrücke aus der näheren Umgebung.

Genauso wichtig ist eine ehrliche Beschreibung. Wenn der See 800 Meter entfernt ist, schreibe 800 Meter – und nicht „direkt am See“. Wenn das Schlafzimmer über eine steile Treppe erreichbar ist, gehört diese Information in die Beschreibung.

Ein Gast, der genau das bekommt, was er erwartet hat, ist meistens deutlich zufriedener als jemand, dem vorher ein kleines schwedisches Paradies versprochen wurde und der vor Ort etwas völlig anderes vorfindet.

Betreuung, Reinigung & Schlüsselübergabe

Solange du selbst in Schweden wohnst oder während der Vermietung in der Nähe bist, lässt sich vieles spontan lösen. Schwieriger wird es, wenn du gerade 1.000 Kilometer entfernt in Deutschland sitzt.

Dann klingelt am Samstagabend das Telefon:

„Wir bekommen den Herd nicht an.“

Oder:

„Wo ist der Sicherungskasten?“

Oder – etwas unangenehmer:

„Unter der Spüle kommt Wasser heraus.“

Genau deshalb solltest du frühzeitig eine verlässliche Betreuung vor Ort organisieren.

Das können beispielsweise sein:

  • Nachbarn,
  • Freunde oder Bekannte in Schweden,
  • eine lokale Reinigungskraft,
  • ein Hausmeisterservice oder
  • eine professionelle Ferienhausverwaltung.

Wichtig ist, dass im Notfall tatsächlich jemand erreichbar ist und ins Haus kann.

Für die Schlüsselübergabe ist ein Schlüsseltresor ausgesprochen praktisch. Gäste können dadurch selbstständig anreisen und du musst nicht jeden Samstag zu einer bestimmten Uhrzeit am Haus stehen.

Nach jeder Abreise sollte außerdem kontrolliert werden, ob alles in Ordnung ist. Nicht nur wegen möglicher Schäden: Vielleicht ist eine Glühbirne kaputt, der Grill muss gereinigt werden oder die vorherigen Gäste haben das letzte Weinglas zerbrochen.

Das sind Kleinigkeiten – aber für die nächsten Gäste machen genau diese Kleinigkeiten einen Unterschied.

Eine gute Hausmappe erspart viele Rückfragen

Eine Sache würden wir jedem Vermieter empfehlen: Lege eine vernünftige Hausmappe an.

Darin erklärst du alles, was für dich selbstverständlich ist, für einen Gast aber überhaupt nicht selbstverständlich sein muss.

Zum Beispiel:

  • Wie funktioniert die Heizung?
  • Wie wird der Kamin richtig benutzt?
  • Wo befindet sich der Sicherungskasten?
  • Wie funktioniert die Mülltrennung?
  • Wo steht die Mülltonne?
  • Wie funktioniert das Boot und wo liegen die Schwimmwesten?
  • Wie lautet das WLAN-Passwort?
  • Wo ist der nächste Supermarkt?
  • Wo befindet sich der nächste Badeplatz?
  • Wen ruft der Gast im Notfall an?

Wir würden zusätzlich ein paar persönliche Tipps hineinpacken. Vielleicht kennst du den kleinen Badeplatz, an dem morgens kaum jemand ist. Oder das Café im Nachbarort, bei dem die Kanelbullar besonders gut schmecken. Vielleicht gibt es zehn Kilometer weiter einen schönen Loppis oder einen Wanderweg, den man als Urlauber sonst nie entdecken würde.

Genau solche Hinweise machen aus einer Hausordnung eine kleine persönliche Schweden-Mappe.

Und gleichzeitig erspart sie dir Nachrichten wie: „Entschuldigung, aber wissen Sie zufällig, wo hier der nächste Supermarkt ist?“

Häufige Fehler bei der Ferienhausvermietung

Viele Probleme lassen sich vermeiden, wenn man sie vor der ersten Vermietung einmal durchdenkt. Zu den typischen Fehlern gehören:

  • Preise ohne Marktvergleich festlegen,
  • Vermietung nicht mit der Versicherung abstimmen,
  • steuerliche Fragen zu spät klären,
  • keinen Ansprechpartner vor Ort haben,
  • unklare oder übertriebene Objektbeschreibungen,
  • schlechte oder zu wenige Fotos,
  • Zusatzkosten nicht deutlich kommunizieren,
  • keine verständliche Hausmappe bereitstellen,
  • zu wenig Zeit zwischen zwei Buchungen einplanen und
  • davon ausgehen, dass Gäste automatisch wissen, wie alles im Haus funktioniert.

Der letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt. Du kennst dein Haus vielleicht seit 15 Jahren. Du weißt, dass die Terrassentür ein bisschen angehoben werden muss, bevor man sie abschließt, und dass der Warmwasserboiler nach einem Stromausfall über einen kleinen Schalter im Abstellraum wieder aktiviert wird.

Deine Gäste wissen das nicht.

Je besser du solche Besonderheiten erklärst, desto entspannter wird die Vermietung – für beide Seiten.

Fazit

Ein Ferienhaus in Schweden zu vermieten kann eine sehr gute Möglichkeit sein, laufende Kosten abzufangen und das Haus in den Wochen sinnvoll zu nutzen, in denen man selbst nicht dort sein kann.

Es ist allerdings nicht ganz damit getan, ein paar schöne Fotos ins Internet zu stellen und anschließend auf Buchungen zu warten. Eine gute Vermietung braucht Organisation, eine passende Versicherung, eine saubere steuerliche Planung und jemanden, der sich im Zweifel vor Ort kümmern kann.

Wenn diese Grundlagen stimmen, kann daraus etwas sehr Schönes entstehen. Gäste verbringen ihren Sommer dort, sitzen abends auf deiner Terrasse, springen morgens in den See und entdecken vielleicht genau die Ecke Schwedens, in die du dich selbst irgendwann verliebt hast.

Und ein paar Wochen später schließt du selbst wieder die Haustür auf, stellst die Tasche ab und denkst: Jetzt gehört das Haus wieder ein bisschen uns.

Genau diese Mischung aus Eigennutzung und Vermietung kann hervorragend funktionieren – wenn man sie von Anfang an vernünftig organisiert.

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