📅 Veröffentlicht: 23. Oktober 2016🔄 Aktualisiert: 30. Juni 2026✍️ Autor: Schweden.net

Mit dem Auto nach Schweden zu reisen, bedeutet für dich Unabhängigkeit. Du bestimmst nicht nur Fahrzeiten und Pausen selbst, sondern auch, wie viel Gepäck du mitnehmen darfst. Doch damit dein Urlaub mit dem Auto in Schweden erholsam ist und du keine unliebsamen Überraschungen erlebst, gibt es einiges zu beachten. Hier haben wir dir einige Tipps für entspanntes Reisen mit dem Pkw in Schweden zusammengestellt. Zudem verraten wir dir, welche Verkehrsregeln gelten und welche Sanktionen bei Missachtung drohen.

Was du vor dem Urlaub checken solltest

Die Schreckvorstellung aller Pkw-Reisenden ist ganz klar die Panne unterwegs. Um zu vermeiden, dass die Reise nach Schweden mit Stress und Ärgernissen beginnt, solltest du möglichst direkt vor dem Urlaub einen gründlichen Check deines Fahrzeugs durchführen. Denn Pannen, die hätten vermieden werden können, gehören wohl zu den ärgerlichsten Urlaubsüberraschungen. Ein Hauptaugenmerk sollte dabei auf dem Motor liegen. Lass poröse Kabel von einem Profi austauschen und Steckverbindungen kontrollieren. Prüfe Flüssigkeitsstände wie Öl, Kühlermittel und Scheibenwaschmittel sowie die Beleuchtung und die Bremsbeläge. Sobald das Auto beladen ist, check noch einmal den Reifendruck.

Reise-Tipp

Gut zu wissen

Viele Autowerkstätten bieten spezielle Checks für den Urlaub an. Auto-Check von A.T.U

Wie du das Fahrzeug richtig belädst

Falsch beladene Pkw werden unter Umständen zur tödlichen Falle – denn Koffer und Taschen, die planlos im Auto verstaut werden, können bei einem Unfall oder starken Bremsmanövern zu Geschossen werden. Ein paar kleine Regeln können diese Gefahr eindämmen:

Achtung

Achtung

Verbandskasten und Warndreieck nicht unter dem Gepäck, sondern gut greifbar verstauen.

Tipps für spritsparendes Fahren

Spritsparendes Fahren schont sowohl deine Urlaubskasse als auch die Umwelt. Reifen, die einen geringen Rollwiderstand aufweisen, können bereits der erste Schritt zur spritsparenden Reise sein. Auch niedertouriges Fahren und ein vorausschauender Fahrstil zahlen sich aus. Strom- und Spritfresser wie die Klimaanlage sollten nach Möglichkeit nicht ständig in Betrieb sein, denn sie belasten die Lichtmaschine und somit den Kraftstoffverbrauch. Während längerer Standphasen, beispielsweise in einem Stau, solltest du den Motor abschalten.

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Mautgebühren einplanen

Fährst du über die Öresundbrücke nach Schweden, dann plane je nach Länge des Pkw zwischen 56 und 112 Euro Mautgebühren ein. Die Tickets erhältst du an der Bezahlstation. Nutze die blaue Fahrspur (Selbstbedienung) zur Zahlung mit Kreditkarte oder die gelbe Fahrspur (bemannt) für die Barzahlung.

Brauchst du die „Grüne Karte“ für den Versicherungsschutz?

In einigen Ländern musst du die „Grüne Karte“ mitführen. Sie dient als Nachweis über den Versicherungsschutz deines Pkw. In Schweden reicht das amtliche Kennzeichen deines Fahrzeugs als Nachweis für die Kfz-Haftpflichtversicherung aus. Zur Sicherheit empfehlen wir jedoch, die letzte Beitragsabrechnung oder eine Kopie des Versicherungsscheins mitzunehmen.

So hoch fallen die Bußgelder in Schweden aus

Bußgelder und Promillegrenzen anderer Länder unterscheiden sich mitunter stark von den gewohnten Richtlinien. Der Bußgeldkatalog in Schweden sieht für Vergehen harte Strafen vor. Besonders hart bestraft wird das Fahren unter Alkoholeinfluss: Die Promillegrenze in Schweden liegt bei 0,2 Promille. Alles, was darüber liegt, führt zu Sanktionen. Diese reichen von Führerscheinentzug bis hin zu sechs Monaten Gefängnisstrafe.

Weitere Vergehen und ihre Strafen:

Handy am Steuer

Seit dem 1. Februar 2018 gilt auch in Schweden ein Handyverbot am Steuer. Wenn du als Fahrzeugführer telefonierst oder Nachrichten schreibst, droht eine Geldbuße von 160 Euro. Anbei eine Übersicht des ADAC, wie teuer das Telefonieren im Auto in weiteren 29 europäischen Staaten ist.

Handyverbot-am-Steuer
Grafik: ADAC

Tempolimit in Schweden

Die Schweden fahren nicht nur allgemein gelassener – sie müssen es sogar! Während du in Deutschland mit 100 km/h über die Landstraße fahren darfst, herrscht hier meistens Tempo 70. Selbst auf Autobahnen hast du keine freie Fahrt: 110 km/h ist das Maximum, auch wenn dich das auf gut ausgebauten Straßen wundern und vielleicht sogar ärgern wird. Dafür kannst du die schöne Landschaft genießen – und das ganz ohne die in Deutschland übliche Hektik und Drängelei. Innerhalb geschlossener Ortschaften darfst du bis zu 50 km/h fahren. Achte aber auf die Beschilderung, da einige Städte das Tempo auf 40 km/h gesenkt haben.

Das beliebte Elch-Schild

Das Verkehrsschild „Achtung, Elch!“ ist allseits bekannt und inzwischen zu einem beliebten Souvenir geworden. Im Straßenverkehr stellt es jedoch eine eindringliche Warnung dar. Elche sind zwar scheue Tiere, die uns Menschen meiden. Dennoch kommt es häufig zu Verkehrsunfällen, überwiegend in der Morgen- oder Abenddämmerung. Der Grund: Elche sind kurzsichtig und können Entfernungen schlecht einschätzen. Beachte also die Warnschilder und halte dich unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Sollte ein Elch die Straße passieren, halte nicht drauf, sondern versuche auszuweichen! Ein direkter Zusammenstoß ist lebensgefährlich, da der Elch aufgrund seiner Größe in die Windschutzscheibe und auf das Dach fällt. Übrigens, das rot-gelbe Warnschild gilt nicht nur für Elche, sondern auch für Schafe, Rehe oder Pferde.

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Seit unserer ersten gemeinsamen Schwedenreise im Oktober 2012 sind wir vom Land der Elche, rot-weißen Holzhäuschen, Wälder und Seen verzaubert. Auf schweden.net teilen wir Reiseerfahrungen, praktische Tipps und ehrliche Hinweise für deinen Schwedenurlaub.

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