🔄 Aktualisiert: 7. Oktober 2026 ✍️ Autor: Christian Hellrung

First Camp begegnet dir in Schweden fast überall: direkt am Meer, an großen Seen, nahe einer Stadt oder als praktischer Zwischenstopp auf dem Weg in den Norden. Doch welcher Campingplatz passt wirklich zu deiner Route – und wo lohnt es sich, nicht nur eine Nacht, sondern gleich ein paar Tage zu bleiben?

Wir mögen an First Camp vor allem die große Auswahl. Nach der Fähre kannst du erst einmal in Malmö ankommen, an der Westküste einen Strandurlaub einlegen oder dir in Dalarna und Nordschweden eine Basis für Ausflüge suchen. Die Plätze unterscheiden sich allerdings deutlich: Mal ist die Lage das eigentliche Argument, mal das Freizeitangebot für Kinder und manchmal schlicht die Möglichkeit, nach einem langen Fahrtag unkompliziert anzukommen.

In diesem Überblick nehmen wir dich von Südschweden über die West- und Ostküste bis hinauf nach Luleå und Boden mit. Du erfährst, welche First-Camp-Plätze sich für Familien, Rundreisen, Städtestopps oder ruhige Tage am Wasser anbieten – und was wir bei der Auswahl beachten würden.

Hier sind wir jedes Jahr

In jedem Sommerurlaub verbringen wir auch einige Tage in und um Oskarshamn (unser kleines Ferienhaus ist nur 30 Minuten entfernt) – auf dem Platz kann man ganz bequem den ganzen Tag verbringen.

First Camp Oknoe Monsteras 6
First Camp Oknoe Monsteras 6
First Camp Oknoe Monsteras 5
First Camp Oknoe Monsteras 5
First Camp Oknoe Monsteras 4
First Camp Oknoe Monsteras 4
First Camp Oknoe Monsteras 2
First Camp Oknoe Monsteras 2
First Camp Oknoe Monsteras 1
First Camp Oknoe Monsteras 1

First Camp in Südschweden – hier wird die Auswahl schon schwierig

Gerade in Südschweden ist First Camp ziemlich präsent. Und das ist für uns auch der Bereich, in dem die Plätze für deutsche Schwedenurlauber am interessantesten werden.

Nach der Fähre oder der Fahrt über die Öresundbrücke muss man schließlich nicht sofort noch vier Stunden weiterfahren.

Sibbarp – Malmö: ankommen, Öresund gucken, erst einmal Kaffee

First Camp Sibbarp liegt westlich von Malmö direkt am Öresund. Vom Platz schaut man in Richtung Öresundbrücke; Malmö ist mit dem Fahrrad erreichbar.

Wir mögen solche Plätze besonders am Anfang oder Ende einer Reise.

Nach der langen Anfahrt noch schnell 250 Kilometer Richtung Norden?

Kann man machen.

Oder man stellt den Camper ab, steckt den Strom an, läuft noch einmal ans Wasser und beginnt Schweden eben genau dort.

Unser Tipp für Sibbarp

Wenn ihr nicht nur übernachten möchtet, nehmt die Fahrräder mit. Die Kombination aus Camping am Wasser und Malmö in Fahrradentfernung ist für uns das eigentliche Argument für diesen Platz.

Mölle – Höganäs: für uns einer der spannendsten Standorte

Bei Mölle würden wir den Campingplatz nicht wegen möglichst vieler Einrichtungen auswählen, sondern wegen dem, was direkt daneben liegt.

Der Kullaberg gehört zu diesen Ecken in Südschweden, für die wir gerne einen zusätzlichen Tag einplanen.

Felsen, Meer, kleine Wege durch den Wald und immer wieder Aussicht über das Kattegat. Dazu Mölle selbst, das im Sommer natürlich kein Geheimtipp mehr ist – aber trotzdem seinen Charme behalten hat.

Wer morgens Wanderschuhe statt Badelatschen anziehen möchte, ist hier ziemlich richtig.

Skara Sommarland: wenn der Campingplatz zum Familienurlaub gehört

Skara ist ein First Camp, den wir nicht einfach als Übernachtungsplatz betrachten würden. Der Grund liegt praktisch vor der Tür: Skara Sommarland.

Wer mit Kindern unterwegs ist und den Freizeit- und Wasserpark ohnehin besuchen möchte, kann daraus gleich einen kleinen Urlaubsbaustein machen. Wohnwagen abstellen, Markise raus – und für ein paar Tage muss morgens nicht diskutiert werden, wohin der Ausflug geht.

Die Antwort dürfte bei den Kindern ohnehin längst feststehen.

First Camp an der schwedischen Westküste

Je weiter man von Skåne nach Norden fährt, desto mehr verändert sich die Küste. Die langen Sandstrände Hallands gehen irgendwann in die felsigere Landschaft von Bohuslän über.

Und genau entlang dieser Strecke liegen einige First-Camp-Plätze, bei denen wir problemlos länger als eine Nacht bleiben könnten.

Torekov – Båstad: kleine Häfen und Bjäre-Halbinsel

Torekov – Båstad ist interessant, wenn ihr die Bjäre-Halbinsel erkunden möchtet. Das kleine Torekov gehört im Sommer zu den Orten, an denen wir einfach gerne ein bisschen herumlaufen, am Hafen stehen bleiben und irgendwann feststellen, dass aus dem kurzen Spaziergang wieder zwei Stunden geworden sind.

Tylösand – Halmstad: Sandstrand statt Zwischenstopp

Tylösand – Halmstad ist dagegen stärker klassischer Strandurlaub.

Hier würden wir nicht morgens den Camper startklar machen und nach dem Frühstück schon wieder verschwinden. Tylösand ist eher ein Platz für Badetasche, Handtuch und die Frage, ob man heute überhaupt Schuhe braucht.

Kärradal – Varberg: Halland etwas ruhiger

Wer an der Küste bleiben möchte, aber nicht unbedingt den bekanntesten Ferienort braucht, kann sich Kärradal nördlich von Varberg anschauen.

Das ist für uns ohnehin eine schöne Ecke: Meer, kleine Küstenstraßen und Varberg nah genug für einen Ausflug. Gerade auf einer langsamen Fahrt entlang der Westküste würden wir solche Stationen den großen Sprüngen auf der E6 jederzeit vorziehen.

Kungshamn: jetzt sieht die Westküste nach Bohuslän aus

Spätestens rund um Kungshamn verändert sich die Landschaft.

Granitfelsen, kleine Häfen, rote Bootshäuser und dazwischen immer wieder das Meer. Genau dieses Bohuslän haben wir im Kopf, wenn wir von der schwedischen Westküste sprechen.

Von hier aus liegen außerdem Orte wie Smögen so nah, dass wir den Campingplatz eher als Basis für mehrere Tage als als Übernachtungsplatz sehen würden.

City – Strömstad: ganz oben an der Westküste

Strömstad liegt schon ziemlich weit oben an der schwedischen Westküste. Norwegen ist nicht mehr weit und die Schärenlandschaft rund um die Stadt ist für uns eigentlich Grund genug, hier nicht nur Lebensmittel einzukaufen und weiterzufahren.

Wer Bohuslän von Süden nach Norden fährt, kann Strömstad wunderbar als letzte schwedische Station einbauen – oder natürlich als Ausgangspunkt für die Küste und die vorgelagerten Inseln.

Småland, Kalmar und Öland

Hier wird First Camp für uns besonders interessant, weil sich mehrere Plätze wunderbar in eine klassische Südschweden-Rundreise einbauen lassen.

Oknö: dieses kleine Stück Småland am Meer

Småland verbinden wir meistens zuerst mit Wald, roten Häusern und Seen.

Dann fährt man Richtung Kalmarsund und plötzlich riecht es nach Meer.

Oknö liegt an der Küste bei Mönsterås und passt gut, wenn ihr Småland mit ein paar ruhigen Tagen am Wasser verbinden möchtet. Für uns wäre das eher ein Platz zum Bleiben als zum schnellen Übernachten.

Ekerum – Öland: gute Basis für die Insel

Auf Öland würden wir Ekerum vor allem wegen seiner Lage auswählen.

Borgholm und Solliden liegen in Reichweite und auch für weitere Touren über die Insel sitzt man ziemlich gut. Wer Öland zum ersten Mal besucht und nicht jeden Tag eine Stunde Anfahrt bis zum ersten Ziel haben möchte, hat hier eine praktische Basis.

Und irgendwann kommt ohnehin dieser Moment, an dem man morgens aus dem Camper schaut und beschließt, dass heute überhaupt kein Ausflug nötig ist.

Gunnarsö – Oskarshamn: Schären vor der Tür

Oskarshamn wird auf dem Weg nach Norden gerne einfach durchfahren. Dabei beginnt hier eine Küstenlandschaft, für die wir durchaus einen Umweg machen würden.

Gunnarsö liegt draußen am Wasser und ist damit interessant, wenn ihr nicht mitten in der Stadt stehen, Oskarshamn und die Küste aber trotzdem erkunden möchtet.

An der Ostküste weiter nach Norden

Nördlich von Småland wird First Camp auch für diejenigen interessant, die Stockholm nicht auf direktem Weg ansteuern, sondern der Ostküste folgen.

Kolmården: sehr praktisch mit Kindern

Der Name verrät schon ziemlich genau, warum dieser Platz für Familien interessant ist.

Wer den Tierpark Kolmården besuchen möchte, kann Camping und Tierparkbesuch miteinander verbinden und spart sich das tägliche Weiterziehen.

Gerade bei solchen großen Ausflugszielen machen wir das gerne so: am Vortag ankommen, in Ruhe aufbauen und am nächsten Morgen ohne lange Anfahrt starten.

Das klingt nach einer Kleinigkeit.

Mit Kindern um 8 Uhr morgens kann es sich wie Luxus anfühlen. 🙂

Vänern und Värmland

Je weiter es ins Landesinnere geht, desto mehr übernimmt wieder das andere Schweden: Wald, Seen und diese Straßen, auf denen irgendwann nur noch alle paar Minuten ein Auto entgegenkommt.

Skutberget – Karlstad: Vänern und Stadt zusammen

Karlstad ist für uns ein guter Stopp auf dem Weg durch Värmland – und Skutberget macht daraus mehr als nur eine Übernachtung.

Der Platz liegt am Vänern westlich der Stadt. Damit bekommt man Wasser und Natur, ohne Karlstad weit weg zu haben.

Genau diese Kombination mögen wir auf Rundreisen: abends noch am See sitzen und am nächsten Tag trotzdem unkompliziert durch die Stadt bummeln.

First Camp auf Gotland

Gotland ist natürlich kein Ziel, das man mal eben auf dem Weg mitnimmt.

Wer mit Wohnmobil oder Wohnwagen auf die Fähre fährt, bleibt normalerweise ein paar Tage – und genau dann wird ein fester Campingplatz als Basis interessant.

First Camp auf Gotland

Mit Visby, den Stränden, den Raukar und den kleinen Straßen quer über die Insel bekommen wir eine Woche auf Gotland ziemlich problemlos voll.

Eigentlich ist eher das Gegenteil das Problem.

Nach ein paar Tagen stellt man fest, dass die Insel auf der Karte wieder einmal deutlich kleiner aussah als in Wirklichkeit.

First Camp in Nordschweden

Wer bis hier oben fährt, hat die klassische Südschweden-Rundreise längst hinter sich gelassen.

Aber genau hier zeigt sich, wie groß das First-Camp-Netz tatsächlich ist.

Umeå: guter Stopp an der E4

Umeå liegt für viele Nordlandfahrer ziemlich logisch auf der Route. Gleichzeitig wäre es schade, die Stadt nur als Tank- und Übernachtungsstopp zu behandeln.

Wenn wir schon so weit oben sind, planen wir lieber ein bisschen Luft ein – für die Stadt, die Küste und vor allem für das Gefühl, dass die Abstände auf der Karte jetzt langsam eine andere Bedeutung bekommen.

Luleå: Wasser überall

In Luleå merkt man endgültig, dass man weit im Norden angekommen ist.

Im Sommer werden die Abende absurd lang, das Wasser ist nie weit weg und plötzlich sitzt man um halb elf noch draußen, obwohl man eigentlich längst aufräumen wollte.

Genau für solche Abende fahren wir nach Schweden.

Björknäs – Boden

Boden liegt etwas weiter im Landesinneren und ist eine interessante Station, wenn ihr Nordschweden nicht ausschließlich entlang der E4 bereist.

Hier würden wir den Campingplatz vor allem als Basis sehen: ankommen, ein paar Tage bleiben und von dort die Umgebung erkunden, statt jeden Morgen wieder alles einzupacken.

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